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Ingenieurwettbewerbe

Wettbewerbe für Ingenieurbauwerke

Ingenieurwettbewerbe oder interdisziplinäre Architekten- und Ingenieurwettbewerbe bieten für öffentliche Bauherrn sowie für private Investoren die Chance, auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens ihre Bau- und Planungsprojekte bestmöglich umzusetzen.

Wettbewerbe können alle Disziplinen des Bauwesens vereinen, die für das jeweilige Projekt erforderlich erscheinen. Für den Bauherrn ergibt sich hieraus die Möglichkeit, wirtschaftliche und innovative Lösungen von Planungsaufgaben zu finden. In Betracht kommen Ingenieur-Wettbewerbe zum Beispiel für:

  • Brücken
  • Anlagen der Wasserwirtschaft und Umwelttechnik
  • Hoch- und Industriebau 
  • Verkehrsanlagen

Für den Auftraggeber bieten Wettbewerbe die Möglichkeit, aus der schöpferischen Kraft der Teilnehmer im direkten Vergleich anhand von nachvollziehbaren, sachlichen Kriterien die überzeugendste Leistung zu ermitteln.

Als weitere Vorteile ergeben sich hieraus: 

  • wirtschaftliche Lösungen durch optimale Erfüllung der gestellten Anforderungen
  • Qualitätssteigerung durch effiziente Problemlösung
  • Nutzung innovativer technischer Entwicklungen
  • Auswahl unter einer Vielzahl alternativer Entwürfe
  • Transparenz des Planungsprozesses
  • Akzeptanz durch Information der Bevölkerung

Die Bundesingenieurkammer und die Ingenieurkammern der Länder bieten ihre Unterstützung bei der Durchführung von Wettbewerben an.

 

Richtlinien für Planungswettbewerbe - RPW 2008

"Wir wollen und brauchen gute Planungswettbewerbe in Deutschland. Wettbewerbe sind ein fester Bestandteil unserer Baukultur. Durch Wettbewerbe entsteht eine Konkurrenz der besten Ideen, nicht nur des kleinsten Preises. Wettbewerbe haben sich als Instrument für Qualität bewährt - in der Architektur genauso wie bei Ingenieurbauten", sagte Dr. Engelbert Lütke Daldrup am 23.09.2008 anlässlich der Vorstellung der neuen Regeln für Planungswettbewerbe (RPW) in Berlin.

Die neuen Regeln sollen Wettbewerbe wieder attraktiver machen, vor allem für private Bauherren und die teilnehmenden Planer. Das Bundesbauministerium hat dazu gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und der Bundesingenieurkammer die bestehenden Regeln umgearbeitet und deutlich vereinfacht. Die neuen "Richtlinien für Planungswettbewerbe" (RPW) werden nun die bisher geltenden "Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe" (GRW) und die in einigen Ländern geltenden Richtlinien für Architektenwettbewerbe (RAW) ersetzen. Damit werden wieder bundesweit einheitliche Wettbewerbsregeln eingeführt.

Die Wettbewerbsregeln wurden auf die notwendigen Grundsätze und Verfahrensarten reduziert und das Verfahren damit übersichtlicher und kostengünstiger gemacht. Der Grundsatz eines fairen und transparenten Verfahrens bleibt erhalten. Nach wie vor gilt der Grundsatz der Anonymität und Gleichbehandlung während des gesamten Verfahrens.

Der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr. Jens Karstedt, will bei Wettbewerben vor allem auch die Ingenieure stärker einbeziehen:

"Erfolgreiche Wettbewerbe vereinen alle Disziplinen des Bauwesens. Durch eine stärkere Einbeziehung von Ingenieuren durch interdisziplinäre Wettbewerbe bekommen Bauherren machbare, innovative und wirtschaftliche Lösungen für ihre Bauvorhaben."

Die RPW 2008 wurden im Bundesanzeiger Nr. 182 vom 28.11.2008 bekannt gegeben werden und gelten seit 01.01.2009 für den Bundesbau verbindlich. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat am 21.11.2008 einen Einführungserlass zu den Richtlinien für Planungswettbewerbe herausgegeben. Den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden wurde die Anwendung ebenfalls empfohlen. Privaten Auslobern steht die Durchführung von Planungswettbewerben nach den RPW 2008 ebenfalls offen. Die Kammern beraten sie über die Verfahrensweise.

Resolution der 48. Bundesingenieurkammer-Versammlung am 08.04.2011 in Berlin zur Verbesserung der Teilnahmebedingungen von Ingenieuren am Wettbewerbswesen

 

„Die Delegierten der sechzehn Ingenieurkammern der Länder haben sich auf der 48. Bundesingenieurkammer-Versammlung am 08.04.2011 mit einer Resolution für eine stärkere Einbeziehung von Ingenieuren in die Auslobung von Wettbewerben nach RPW 2008 ausgesprochen.“ mehr

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