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Vorwort
Für die Erhaltung öffentlicher Gebäude und seiner Infrastruktur bringt unser Staat z. Zt. weniger Geld auf, als es nach Ansätzen des Werterhalts eigentlich notwendig wäre. Dies zeigen Betrachtungsmodelle öffentlicher Haushalte, die sich nicht der bei Verwaltungen noch üblichen kameralistischen Haushaltsführung bedienen. Und gerade die Erhaltung einer hochwertigen Infrastruktur und überdurchschnittlicher Bildungseinrichtungen sind zwei wesentliche Standbeine der deutschen Wettbewerbsfähigkeit.
Da die Haushaltssituation der öffentlichen Hand kurzfristige Investitionen z. Zt. zumindest erschwert, scheint die Aktivierung privaten Kapitals eine geeignete Möglichkeit, Investitionen vorzuziehen. Dabei ist das englische Modell des PPP eine mögliche Variante. Bauindustrie und auch Planer sehen darin die Chance, wieder ein angemessenes Bauvolumen zu erzeugen.
Dabei ist beim englischen Vorbild, das hier jetzt im ÖPP-Gesetz geregelt wird, nach angelsächsischem Vorbild die Trennung von Planung und Ausführung nicht mehr stringent, so dass Sorge besteht, ob das hier bei uns übliche Qualitätsniveau der Bauten sichergestellt werden kann. Die notwendige Betrachtung über den Lebenszyklus - für die Planer ja keine neue Betrachtungsweise - ist dabei sicher eine Hilfe. Die Durchsetzung qualitativ hochwertiger Planungen ist allerdings in Zeiten knapper Kassen ohnehin schwierig, aber umso notwendiger. Das Verfahren könnte überall dort zur Anwendung kommen, wo sich daraus insgesamt kostensparende Lösungen ermitteln lassen.
Die Betrachtung von Mindeststandards der Planungsqualität (insbesondere über Wettbewerbe) der Mittelstandsfreundlichkeit (über geeignete Projektgrößen auch deutlich unter 10 Mio. €) sowie die Sicherstellung einer angemessenen Honorierung der bereits in der Angebotsphase erforderlichen Planungen muss sichergestellt werden.
Wenn diese Bedingungen eingehalten werden - und das soll am Beispiel von Pilotprojekten nachgewiesen werden - können sich Ingenieure als beste Garanten für eine erfolgreiche Durchführung dieser Verfahren einbringen. Dazu hat ein Arbeitskreis der Bundesingenieurkammer eine Empfehlung für Kollegen und Auftraggeber in Form des Merkblattes "PPP mit Ingenieuren" erarbeitet.
→ 01.08.2006 - Merkblatt "PPP mit Ingenieuren - Vorteile für Auftraggeber" (PDF-Dokument - 80 kb)
Public Private Partnership in der Praxis
Arbeitshilfen für Architekten und Ingenieure
Bundesarchitektenkammer (Hrsg.)
Public Private Partnership
in der Praxis
Arbeitshilfen für Architekten und Ingenieure
In Zeiten leerer Kassen auf allen staatlichen Ebenen und bei weiter
steigendem Investitionsbedarf im Hinblick auf dringend notwendige
Gebäudesanierungen und Infrastrukturmodernisierungen sind bei der
Vergabe von Baumaßnahmen durch die öffentliche Hand kreative
Lösungsmöglichkeiten gefragt.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Praxisorientierte und gestraffte Darstellung des an sich sehr
komplexen Themas
- Konkrete Handlungshilfen
Autoreninfo
Der Leitfaden wird von rd. 15 Autoren verfasst, von denen jeder für das
von ihm bearbeitete Kapitel Fachkompetenz und Sachnähe besitzt:
Peter Achatzi, Berlin, Prof. Arno Sighart Schmid, Berlin, Kerstin
Eisenschmidt, Kiel, Prof. Manfred Hegger, Kassel, Detlef Knop,
Frankfurt, Oliver Kühn, Berlin, Thomas Maibaum, Berlin, Christoph
Melchers, Stuttgart, Norbert Portz, Bonn, Dr. Tillman Prinz, Berlin,
Markus Rosenthal, Berlin, Peter Stahrenberg, Braunschweig, Dr.
Tilmann Schweisfurth, Dresden, Dr. Ing. Heinrich Schwinn, Berlin,
Matthias Wissmann, Berlin.
2005, 144 Seiten,
16,5 x 24,4 cm,
gebunden,
Vorzugspreis für
Mitglieder einer
Architekten- oder
Ingenieurkammer:
18,- €
Downloads zum Thema
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